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Mein Pflege-Blog bei evangelisch.de

- WDR 5 - Beitrag zum Thema Pflegekosten

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Der Kapitalismus entlässt seine Kinder: Die herzlose Gesellschaft?
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"Die Kosten für einen Monat im Pflegeheim ohne große Ansprüche: 3900,-- Euro. Die Kasse übernimmt ca. 1500 bis 1900 Euro. Der Rest muss selber aufgebracht werden - Verbrauch des Besitzes bis auf 1300 Euro.

Dann Sozialhilfe, aber nur wenn man eine Wohnung nimmt, die nicht über 310 Euro liegt - Warmmiete! Wo gibts das in einer Großstadt.

Und wenn man das Pflegeheim wählt, also alles Eigentum bis auf eine Kommode oder den Lieblingsstul verschenkt oder an den Trödler gibt - dann steht einem 98 Euro Taschengeld zu. Damit finanziert man den Friseur, wenn man den noch will.

Und draußen geifern die Vorstände um 50 Millionen Abfindungen - bis die mal verbraucht sind im Pflegeheim, geht es denen recht lange gut."

(Quelle: evangelisch.de / Forum "Wenn die Eltern älter werden")

Das Evangelium verspricht niemanden ein bequemes Leben. Es stellt Ansprüche.

Eine Gesellschaft, die nur in den Kategorien von Geld, Macht, Staat, Effizienz, Besitztum etc. denkt, spaltet sich immer mehr in Arme und Reiche. Arm und Reich in finanzieller, materieller, emotionaler Hinsicht, aber auch im Hinblick auf Bildung, Hoffnung, Mut, Freiheit und Verantwortung.

Eine Gesellschaft ohne Solidarität, das sagte schon Papst Johannes Paul II ist eine verlorene Gesellschaft. Damit stürzte er sowohl eine pseudosoziale kommunistische Diktatur, damit rüttelt er nun auch immer noch und zu Recht am Kapitalismus. Überall wo Ideologien über den Menschen gestülpt werden, wird der Mensch zum Objekt der Interessen. Wo der Mensch der Mittelpunkt und zugleich Gott zum Mittelpunkt des Menschen wird, ist die Liebe Weg und Ziel - und Macht, Reichtum, nationaler Egoismus oder persönlicher Egoismus verlieren an Wert. Und das ist gut so.

Den letzten Weg gehen wir sowieso alleine. 

 

Stand: 15.10.2009


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