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  Die Vertuschung
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Bitte verfolgen Sie den Blog in der Wochenzeitung DIE ZEIT sowie andere Publikationen. Kritisch zu betrachten sind in jedem Falle sämtliche Ermittlungsergebnisse.

Siehe auch hier:
Keupstraße:  Ali Demir, der Zeuge den man nicht anhören wollte

(Originalvideo, ungeschnitten, Interviewer: Thomas Moser (WDR/KONTEXT/Freier Journalist) 

Kamera: Bernward Boden, Juli 2013, Dauer 73 Min.)

Posted on  by Georg Lehle

Wissenschaftler (Friedensblick) wie Journalisten 
haben es schwer, terroristische Anschläge aufzuklären. 

Wenn sie nicht einfach die offizielle Darstellung nachplappern wollen, kommen sie schnell in Konflikt mit mächtigen Kreisen. So kommt es auch in Sachen NSU zu immer weniger Recherchen und immer mehr zu linientreuer Berichterstattung. Dies zeigt auch der Fall Thomas Moser und der Wochenzeitschrift “Kontext”, in der er bisher publizierte.Er gehöre …“… seit Beginn (…) zu den wenigen Journalisten, die darüber so regelmäßig wie akribisch berichten. Und dafür hat er in Kontext den Platz, den er braucht (…).” (Kontext). 

Jedoch machte sich Moser Feinde bis in höchste Berliner Kreise, die ihm offen ankündigten, seine Aktivitäten würde man “nicht auf sich beruhen lassen”

Angesichts der Drohungen sprach “Kontext” anfangs noch “von einem “Eingriff in die
Pressefreiheit”
(Kontext). Jedoch erscheinen sich die Drohungen jetzt zu erfüllen.


Thomas Moser berichtet von zunehmender “Repression” bei “Kontext”.“Zwei Mal hintereinander wurde ein NSU-Bericht nicht veröffentlicht. Zuletzt ein größerer Text zum Prozess in München und dem neunten Mord in Kassel.” Im Juni wäre noch vergeblich versucht worden, “eine Recherche über den Anschlag in der Keupstraße in Köln zu verhindern.”  Haben sich die Machtverhältnisse in der Redaktionsleitung geändert? Laut Moser hätte es dort tatsächlich personelle  Veränderungen gegeben. Es gäbe einen schwelenden Konflikt wegen unterschiedlichen Verständnissen von Journalismus und einen Richtungskampf. Seine Schilderung erinnert stark an die Absetzung des bereits angekündigten wdr-Beitrags  “Zehn Morde und ihr parlamentarisches Nachspiel”. Die Sendung wurde …“… vom Redaktionsleiter, gegen den ausdrücklichen Willen des verantwortlichen Redakteurs, 

aus dem Programm genommen. Hintergrund der Reportage: In dem Beitrag ging es inhaltlich um die Aktenzurückhaltung durch den MAD, um die Vernehmung des hessischen Verfassungsschützers Temme, der beim Mord in Kassel vor Ort war,(…)” (machtelite)Interessanterweise handelte auch einer von Mosers abgelehnten Artikeln über den Mord in Kassel und dem dubiosen “Verfassungsschützer” Andreas Temme. Ein weiterer herber Schlag für die 

Aufklärung war die Einstellung des sogenannten “NSU-Blogs” von Caspar Bildner, im März  2013. Als Grund nennt er resigniert die Einflußinstrumente “des tiefen Staates” sowie den mangelnden “Willen” zur Aufklärung und die fehlende “Phantasie” der “kritischen Öffentlichkeit”. 

(Quelle: Friedensblick)


One Response to NSU: Thomas Moser schildert 
“Repression” im “Kontext”

  1. Hans-Detlev v. Kirchbach says:
  2. The Empire strikes back. Der Apparat ist überall, hat an allen Stellen seine Leute, ob nun bezahlt oder infolge erfolgreicher Konditionierung auch ohne spezifische An-und Abstellung bereits vorab im gewünschten Sinne funktionierend. Zumindest könnte man diesen Eindruck gewinnen, dessen erfolgreiche Verbreitung an und für sich schon dazu beitragen könnte, in immer mehr Medien-Köpfen schon ohne Zwangs-Op, sondern qua Evolutionssprung, die auf staatskompatible Schnitte voreingestellte Schere im Kopf naturhaft wachsen zu lassen.
    Freilich wurde der vom Redaktionsleiter WDR 5 / “Neugier genügt” ursprünglich wegen angeblich zu alter O-Töne gecancelte Beitrag mittlerweile, am 25. 06. 2013, unter dem Titel “Fall abgeschlossen – 
    oder 1000 Fragen offen?” auf WDR 5 nach entsprechender Neubearbeitung denn doch gebrach
    t.

  3.  Es wäre angesichts des bereits eingetretenen öffentlichen Echos wohl  auch zu peinlich gewesen, ihn gänzlich unter den Tisch fallen zu lassen.

  4. Da fällt dem Autor dieser Anmerkung doch gerade noch ein, daß er vom genannten Redaktionsleiter vor einem Jahrzehnt mal zuhause angerufen wurde; es herrschte offenbar angesichts eines vom Autor produzierten “Zeitzeichens” auf WDR 5 über die plötzlichen Todesfälle auf dem Bahnhof von Bad Kleinen leichte Alarmstimmung; der hiermit redaktionell nicht befaßte Kollege versuchte jedenfalls mit fürsorglicher Milde, den Autor, wenn nicht zum Verzicht auf den Beitrag, so doch zum Verzicht auf die in den Diskursen zum Fall Bad Kleinen kommunizierte “Mordhypothese” zu bewegen, unter Verweis darauf, daß er aufgrund persönlicher Bekanntschaft Mitgliedern der GSG 9  keinen Rechtsverstoß dieser Art zutraue. Die Vorab-Befürchtungenwaren freilich schier umsonst, da der, wenn auch im Hinblick auf Zureden notorisch bockbeinige, Autor in seiner faktenorientierten Manier ohnehin lediglich den Hergang und die unterschiedlichen Gutachterversionen referierte, sich aber keine Hypothese zu eigen machte.

  5. Fiel mir, in diesem “Kontext”, halt nur gerade zufälligerweise ein, als eines (ein eigentlich  recht harmloses) von etlichen selbsterlebten Beispielen, wie Einflußnahme auf  Medienarbeit auch dann funktionieren kann, wenn 
  6. 1.) an und für sich garkein Grund dafür besteht und 
  7. 2.) – höchstwahrscheinlich – kein Auftrag zu entsprechender Einflußnahme vorliegt.-
  8. Gruß an den Kollegen Thomas Moser. – Hans-Detlev v. Kirchbach

  9. Quelle: Friedensblick
Interview mit dem Journalisten Thomas Moser in 3SAT


Wieder ein seltsamer Selbstmord im NSU-Verfahren:

NSU: Wieder ein seltsamer “Selbstmord”, 
Florian Heilig

Am 16. September ging ein wichtiger NSU-Zeuge in Flammen auf. Am gleichen Tag hätte der 21-Jährige Heilbronner von der Polizei verhört werden sollen. Sein Name: Florian Heilig. Schnell propagierte die Polizei einen Selbstmord, obwohl es dafür keinerlei Anhaltspunkte gibt, “Liebeskummer”. Die sogenannte “Pannen”-Serie der Sicherheitsbehörden scheint ungebremst weiterzugehen, genauso wie die politische Hilflosigkeit der Grün-Roten Landesregierung Baden Württembergs. Wer regiert hier eigentlich?

Anhaltspunkte für einen Mordanschlag

1.Ein Zeuge sah, “wie der 21-Jährige alleine in sein Auto gestiegen war. Danach habe es eine Explosion gegeben.” (stimme)

“Am Ort des Geschehens verteilen sich im Umkreis Fahrzeugtrümmer – Das Auto brannte nicht nur aus – es hatte auch eine Explosion gegeben.” (tagblatt)

2.  “Selbstverbrennung gehört sicher zu den unangenehmsten Suizidmethoden.”

3. “Warum fährt ein Heilbronner um sich zu verbrennen nach Stuttgart, Bad Cannstatt, wo derzeit für den Canstatter Wasen aufgebaut wird? Er hätte ja auch z.B. die sehr ähnliche Theresienwiese in Heilbronn wählen können.” (politikforen)

4. “Warum verbrennt er sich dann ausgerechnet VOR GENAU DEM CAMPINGPLATZ den Böhnhardt & Mundlos 2008 besucht hatten?” (welt) und genau an dem Tag, an dem er verhört werden sollte? (ag-friedensforschung)

5. Die Mutter des mutmasslichen Mordopfers, Heike Heilig, bestätigt nicht die polizeiliche Darstellung, dass ihr Sohn selbstmordgefährded gewesen wäre:

“Florian war ein sehr lebenslustiger und kritischer Mensch. Er hatte so viele Träume, Wünsche und Ziele. Wer ihn gekannt hat, geht nicht von einem Suizid aus.”

6. Begründung der Polizei

Die polizeilichen Ausführungen sind an Inkompetenz nicht mehr zu überbieten:

“Wenn ein Zeuge sieht, wie ein Auto in Flammen aufgeht und keine weitere Person in der Nähe ist, dann ist die Sache für uns klar.”

Fazit

Die behördlichen und politischen Zustände sind beängstigend. Die trauernde Mutter Heike Heilig beschreibt das Unfassbare:

“Legislative, Judikative, Exekutive, ausführende Gewaltteilung des Staates, dies habe ich mehrmals in der Schule und in all meinen Weiterbildungen gelernt. Inzwischen haben diese Formen einen sehr negativen Beigeschmack.” (kontext)

Eigentlich wäre ein Untersuchungsausschuss längst fällig, aber aus machtpolitischen Gründen wird er seitens Grün-Rot verweigert.

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NSU: Thomas Moser schildert “Repression” im “Kontext”. Es geht um die Frage, warum der einzige und intensivste Reporter und Journalist, der über den Gesamtkomplex der Nazi-Morde in Deutschland berichtet, in der bis dato einzigen Zeitung, die darüber berichtete, nicht mehr berichten darf. Warum hat Kontext sich ins Provinzielle des Baden-Württembergischen zurück gezogen? Sind es grün-schwarze Gründe? Oder haben Sicherheitsbehörden Druck gemacht? Wissen Oppermann und Ströbele mehr als sie sagen (dürfen)? Warum wird der bundesweit erkennbar zusammenhängende Komplex, der auch in München im Kontext behandelt wird, in Medien simplifiziert und provinzialisiert? Hat man in den Abgrund geheimdienstlicher Zusammenhänge geschaut? Warum war an allen Orten derselbe "Fehler" gemacht worden, der in Wirklichkeit nach einer bewussten Täuschung aussieht:  die Unterdrückung von Tatsachen und Zeugen und Beweisen? So hat man 9 Jahre lang einen bestimmten Zeugen überhaupt nich tangehört, ihm dann aber trotz wiederholter Aufforderung durch Rechercheure nicht noch einmal vernommen, als erkennbar war, dass der Berliner BT-Untersuchungsausschuss ganz offensichtlich belogen worden war. Die Online-Zeitung und taz-Beilage KONTEXT berichtete darüber - nun aber seit Monaten nicht mehr. Und auch der WDR 5 setzte eine Sendung dazu ab. Warum nur? Und die übrigen Medien, die meist von anderen abschreiben? Schweigen. Omerta ist das Symbol mafiöser Hintergründe. Nun berichtet eben nur "DIE VERTUSCHUNG" darüber. So gut es geht, und bis man auch mich mundtot macht - wie früher schon. -  (Bernward Boden)





Thomas Moser: Kontextzeitung vom 8.5.2013:
Link zu: Falsche Polizisten :

Phantom-Polizisten

Die Polizei hat acht Jahre lang zwei Zeugen des Nagelbombenanschlags in Köln verborgen gehalten. Der NSU-Ausschuss erfährt erst jetzt, dass zwei Zivilpolizisten vor Ort waren.

Alles Zufälle? Beim Mord in Kassel an dem deutsch-türkischen Betreiber eines Internetcafés im April 2006 war ein Beamter des hessischen Landesamts für Verfassungsschutz zur Tatzeit am Tatort. Die von Beate Zschäpe gemietete Garage, in der im Januar 1998 Sprengstoff sichergestellt wurde, gehörte einem Polizeibeamten aus Jena. Und beim Nagelbombenanschlag in Köln-Mülheim am 9. Juni 2004 waren zwei Polizeibeamte unmittelbar in der Nähe.

In der von Migranten bewohnten und mit vielen kleinen Läden besiedelten Keupstraße detonierte eine mit Hunderten Nägeln bestückte Kofferbombe und verletzte über 20 Menschen zum Teil schwer. Es war der Tag vor Fronleichnam, viele Menschen machten ihre Einkäufe. 

Mehr als acht Jahre nach dem Anschlag und fast ein Jahr nach Beginn seiner Tätigkeit erfährt der NSU-Untersuchungsausschuss von diesen zwei Polizisten. Wie das? Die Rekonstruktion in der Ausschusssitzung am 25. April ergibt folgendes Bild: Am 8. November 2012 strahlte der WDR einen Fernsehbeitrag über den Anschlag aus. Darin kommt Ali Demir zu Wort, der die Interessengemeinschaft Keupstraße vertritt. Am 9. Juni 2004 saß er dort in seinem Büro. Als er kurz nach der Explosion nach draußen ging, bemerkte er einen Polizeibeamten, der mit Absperrmaßnahmen beschäftigt war. Dann einen zweiten. Laut Demir in Zivil, doch an der Waffe erkannte er sie als Beamte. Die alarmierte Polizei und Feuerwehr kamen erst später. 

Stefan Voss. Foto: Reiner Hausleitner
Stefan Voss. Foto: Reiner Hausleitner

Der Fernsehbeitrag wurde, wie man von einer WDR-Redakteurin erfährt, vom Kölner Polizeipräsidium kritisiert. Am selben Tag, dem 8. November, erhob der Generalbundesanwalt Anklage gegen Beate Zschäpe, Ralf Wohlleben und drei weitere Personen. Der Zeuge Demir teilte seine Beobachtung auch der Karlsruher Behörde mit. Der NSU-Untersuchungsausschuss erfuhr von dem Zeugen Demir. Er befragte weitere Bewohner der Keupstraße, und einige bestätigten die frühe Anwesenheit von Beamten. Bekannt wird außerdem, dass Demir schon vor Jahren Drohbriefe erhalten hatte, zugeschickte Zeitungsberichte über die sogenannten Dönermorde und über V-Leute.

Am 22. November 2012 trat Fritz Behrens (SPD), im Juni 2004 Innenminister von Nordrhein-Westfalen, vor dem Ausschuss auf. Von möglichen verdeckten Ermittlern vor Ort wüsste er nichts, erklärte er. Behrens war selber nie am Tatort und hat nie mit Opfern gesprochen.

Ende Januar 2013 bat der Ausschuss das Land Nordrhein-Westfalen, die Namen der "mutmaßlichen Zivilpolizisten mit Schulterholster" mitzuteilen. Das geschah, und der Ausschuss lud die Beamten als Zeugen für den 25. April vor: Polizeikommissar Stefan Voß, heute Mitglied des Mobilen Einsatzkommandos (MEK), damals Streifenpolizist, und Polizeihauptkommissar Peter Baumeister, Hundeführer, mit dem Auftrag, Sonderstreifen gegen Drogenkriminalität zu fahren. Noch bevor sie in Berlin aussagten, wurden sie nun im März 2013 kriminalpolizeilich vernommen – erstmals überhaupt.

Die Zeugen wurden nie vernommen

Am 9. Juni 2004 traten sie etwa um 14 Uhr ihren Streifendienst an – in einem Zivilfahrzeug und gekleidet mit Spezialoveralls. Ab etwa 15 Uhr hielten sie sich in Köln-Mülheim auf. Als um 15:55 Uhr die Bombe zündete, waren sie dort in der Schanzenstraße in unmittelbarer Nähe der Keupstraße. Voß sagt, sie hätten einen lauten Knall gehört und seien dann direkt in die Richtung gefahren, aus der er kam. Laut Baumeister hingegen seien sie von der Leitstelle der Polizei über eine vermutliche Gasexplosion informiert worden und dann in die Keupstraße gefahren. Sicher ist, dass sie etwa zwei, drei Minuten nach der Tat dort ankamen. Sie verschafften sich einen Überblick, machten Meldung und begannen mit Rettungsmaßnahmen.

Am Ende ihre Schicht fertigten sie, wie sie erklären, einen kurzen Bericht über das Geschehen in der Keupstraße. 

Peter Baumeister. Foto: Reiner Hausleitner
Peter Baumeister. Foto: Reiner Hausleitner

Und dann beginnen die Merkwürdigkeiten: Im zwanzigseitigen Einsatzbericht der Polizei kommen die zwei nicht vor. Sie wurden nie vernommen. Die Videoaufnahmen, die die beiden mutmaßlichen Täter zeigen, wurden ihnen nie vorgespielt. Eine Kamera des Fernsehsenders Viva hatte die Täter in der Schanzenstraße, über die die Polizeibeamten fuhren, mehrmals erfasst. Das erste Mal gegen 15:10 Uhr, als die beiden, möglicherweise Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos, die Schanzenstraße in Richtung Keupstraße gingen. Eindeutig identifiziert sind sie nicht. Einer schob zwei Fahrräder, der andere das Rad mit der Kofferbombe.

Vor der Keupstraße drehten sie wieder um, weil sich dort ein Fahrzeug des Ordnungsamts befand, und gingen die Schanzenstraße zurück. Die Viva-Kamera erfasste sie ein zweites Mal. Etwa 40 Minuten hielten sie sich an dem Ende der Schanzenstraße auf, durch das die beiden Polizeibeamten Voß und Baumeister in ihrem Zivilfahrzeug kamen. Gegen 15:50 Uhr machten sich die Täter erneut auf den Weg zur Keupstraße und wurden ein drittes Mal von der Viva-Kamera festgehalten. Nach der Explosion trennten sich die Männer. Einer floh Richtung Süden, der andere, möglicherweise Mundlos, auf dem Fahrrad über die Schanzenstraße, wo er ein viertes Mal den Kamerabereich passierte. Die Polizisten, die genau auf diesem Weg zur Keupstraße fuhren, müssen ihm begegnet sein. 

Den Beamten fehlt die Erinnerung

Die Beamten Voß und Baumeister erklären, sie könnten sich nicht an zwei Männer mit Fahrrädern oder an einen entgegenkommenden Radfahrer erinnern. Vielleicht wäre das anders gewesen, wenn man ihnen frühzeitig die Videoaufnahmen gezeigt hätte. Voß und Baumeister wurden im März 2013 im Polizeipräsidium Köln von Kriminalhauptkommissar Markus Weber vernommen, und zwar im Auftrag der Bundesanwaltschaft. Der Name Weber kommt den Ausschussmitgliedern bekannt vor. Ist das der Beamte, der 2004 die Ermittlungen zur Keupstraße leitete, erfolglos, wollen sie wissen. Der Vertreter des Landes NRW, Frank Matthias, der im Anschlagsjahr 2004 bereits im Innenministerium tätig war und der jetzt im Ausschussrund in zweiter Reihe sitzt, sagt: Er wisse es nicht. Doch Stefan Voß, der Polizeibeamte, klärt auf: Ja, es handelt sich um denselben Mann. Den Abgeordneten verschlägt es die Sprache.

Denn Markus Weber saß selber schon mal als Zeuge vor ihnen, am 3. Juli 2012. Damals erwähnte er mit keinem Wort, dass zwei Polizisten unmittelbar nach dem Anschlag am Tatort waren. Für Petra Pau von der Linksfraktion stellt sich damit die Frage der "Verfahrensbeeinflussung" gegenüber dem Ausschuss. Und auch das Verhalten des NRW-Vertreters Matthias passt dazu. Er instruiert die beiden Polizeibeamten vor ihrer Vernehmung. Zu Voß sagt er: "Lassen Sie sich nicht einschüchtern, bleiben Sie bei Ihrer Version!"

(Quelle: KONTEXT, siehe Link)


Fall abgeschlossen - 1000 Fragen offen

Neugier genügt (WDR) - Feature
(Sendung vom 25.06.2013, zwischen 10:05 bis 12:00 Uhr)

--nicht mehr im Netz verfügbar, ggf. bei WDR anfordern-
WDR
Zeitgeschichtliches Archiv des WDR

KONTEXT:Wochenzeitung 

Kapitulation im NSU-Komplex

KONTEXT:Wochenzeitung 
NSU-Ausschuss blamiert die Polizei

KONTEXT:Wochenzeitung - Ausgabe 112
Doppelspiel der Schlapphüte?

KONTEXT:Wochenzeitung - Ausgabe 108:
Ludwigsburg-Connection

Wordpress vom 5.5.2013
Warum setzte WDR 5 Beitrag über NSU-Ausschuss ab ?

Der FREITAG vom 16.6.2013
NSU-Ausschuss ǀ Informantin Krokus:Wann platzt die Bombe ..

Kontext:Wochenzeitung
NSU ist nicht Neckarsulm - Flattr.com

taz.de
NSU-Untersuchungsausschuss: Eine erschreckende Bilanz

-Helf

Wolf Wetzel, worldpress
Der Selbstmord der NSU-Mitglieder – keine Zweifel? | 

Eyes Wide Shut

FAZ.net
NSU-Untersuchungsausschuss: Weiteres Behördenversagen ...


WIKIPEDIA


V.i.S.d.P.
Bernward Boden
Kriminalhauptkommissar a.D.