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Gedenken an die 6 Zwangsarbeitslager Standort: Lindweiler Weg,
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Ich forschte in den 80er Jahren, nach meinem Umzug aus
Leverkusen nach Köln, nach der Geschichte von Köln-Longerich. Ca. 1986
hatte ich Gelegenheit, im Stadtarchiv fündig zu werden. 6
Zwangsarbeitslager gab es im Stadtteil. Angefangen von der Firma Ford,
einer chemischen Fabrik Ecke Neusser Landstraße/Bremerhavener Straße,
am alten Fort entlang der Militärringstraße (wo früher ein Gebetsraum
der evangelischen Christen war, die dafür auf einem Bauernhof am
heutigen Lindweiler Weg eine Kapelle bauen durften). Aber auch an der
Lützlongericher Straße nördlich der Kurve (gegenüber dem
Schützenhaus vermutlich) und am Lindweiler Weg. Frau Lanzrath, eine
Frau die dort aufwuchs als Kind und später einen kleinen
Tante-Emma-Laden in der LÜtzlongericher Straße betrieb, erzählte mir
von Frauen und Männern und Kindern, die man dort auf dem Bauernhof laut
singen gehört haben soll. Später führte man sie in Reihen zu einem
Fotografen. Die Zwangsarbeiter mussten Rauchfässer entfachen und Nebel
machen, als Allierte den Flughafen Butzweiler Hof bombardierten und von
der Neusser Straße kommend über Longerich fliegend dort oft
frühzeitig Bomben abwarfen. Es waren die Kriegsgefangenen und
Zwangsarbeiter, die dabei zu Tode kamen. Mehr kann man im Archiv der
evangelischen Kirchengemeinde Immanuel erfahren. Dort sind die zusammen
getragenen Fakten gehütet. Die Lutherkapelle wird heute von Äthiopiern
bzw. von der Äthiopisch-Orthodoxen Gemeinde genutzt. Aber als sie noch
Kapelle der evangelischen Kirche war, hingen dort noch Fotos von der
Einweihung der Kapelle - die Hakenkreuzfahne neben der lila Kirchenfahne
zeigend. Wir dürfen das niemals vergessen!
Diese Seiten sind noch im Aufbau. Aber wir sollten den 8. Mai 1945, den Tag der Kapitulation Hitler-Deutschlands als Befreiungstag für die Verfolgten des Nazi-Regimes und als Befreiung der Demokraten von der Diktatur einer menschenverachtenden Terrorherrschaft feiern. - Kranzniederlegung an der Gedenktafel? Meine Anregung. B. Boden, Köln 2009
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Stand: 1991